Australien – von Melbourne nach Sydney Teil 2/2

Australien – von Adelaide via Melbourne nach Sydney

Tag 10,11&12:
Auf Melbourne haben wir uns besonders gefreut, meine liebe Kollegin Monique hat mir schon im Vorfeld die Stadt so richtig schön schmackhaft gemacht. Am gleichen Abend war aber nicht mehr viel mit uns anzufangen, daher haben wir erstmal wieder Energie tanken müssen auch um das Erlebte erstmal zu verarbeiten, da wir innerhalb so kurzer Zeit schon so viele schöne Momente sammeln konnten.

Gleich morgens fanden wir uns beim Frühstück wieder und liefen gestärkt durch den Royal Botanic Garden zum Eureka Tower, dort fährt der Fahrstuhl innerhalb von 40Sekunden in den 88.Stock. Ob am Tag oder bei Nacht, aus 280m Höhe hat man einen atemberaubenden Blick auf Melbourne.
Am Federation Sqare tobt das Leben und wir fuhren mit der City Circle Tram gegen den Uhrzeigersinn durch die Innenstadt und das kostenlos. Eine Fahrt dauert ca. 50 Minuten, wir wollten aber vorher aussteigen um den Queen Victoria Market zu besuchen, also schlenderten wir neugierig über die  Streetfood – und Regionalmärkte.
In den vielen Seitenstraßen und Gassen fallen immer wieder farbenfrohe Wandbilder ins Auge, besonders die Hosier Lane, Union Lane, AC/DC Lane und Fitzroy Street sind bekannt für Street Art. Für uns ging es abends dann Richtung St.Kila um den Luna Park und anschließend den Sonnenuntergang zu sehen. Am Ende des St. Kilda Piers lebt eine kleine Pinguinkolonie, man muss ein wenig zwischen den Steinen suchen, doch irgendwo taucht ein neugieriger Kopf auf oder man hört sogar die kleinste Pinguinart auf der Welt.
Wichtig ist, dass die Pinguine absolute Ruhe brauchen, also mussten sich alle absolut still verhalten, es durfte nicht auf den Steinen geklettert werden und fotografieren ist jederzeit erlaubt, nur ohne Blitz. Ich fands schön, so nah an den Pinguinen zu sein, aber St.Kilda ist schon lange kein Geheimtipp mehr daher ist es umso schöner, dass Leute zum Wohl der Pinguine vor Ort sind um die Besucher immer und immer wieder an die Regeln zu erinnern.

Da vorne am Pier dann doch das ein oder andere kühle Lüftchen wehte und wir definitiv zu dünn angezogen waren, ging es für uns durchgefroren in unsere Unterkunft. Die Tasche wurde schon vorgepackt und die Kleidung für den nächsten Tag rausgelegt.
Wir hatten uns noch vor unserer Reise Eintrittskarten für den Moonlit Sanctuary Wildlife Conservation Park online gekauft, zwar haben wir immer mal wieder zwischendurch Kangaroos gesehen und es war jedes Mal auf neue ein besonderer Moment aber in dem Conservation Park konnten wir Kangaroos, Koalas und Wallabys viel näher kommen. Gleich am Eingang haben wir uns spezielles Futter in einer kleinen Papiertüte geholt und sind direkt mit voller Motivation in den Park gelaufen. Es dauerte keine 5 Minuten und das erste Wallaby wurde auf uns aufmerksam und somit hockten wir bestimmt eine halbe Stunde neben unserem ersten Wallaby und freuten uns immer wenn es aus unserer Hand vorsichtig gegessen hat.

Moonlit Cute Moonlit Cutie Moonlit Sweet

Die Zeit verging super schnell und unsere Uhr zeigte uns an, dass es allerhöchste Zeit sei weiter richtig Wilsons Promontory Nationalpark zu fahren. Alex und ich brauchten gar nichts sagen, nach der Ankunft vor Ort hat unser Gesichtsausdruck Bände gesprochen.
Über Yanakie sind wir südlich zum Tidal River gefahren, dort haben wir uns am Visitor Centre Kartenmaterial geholt und direkt die erste Wanderung vorbei am Tidal River zum Mt.Oberon unternommen von hier aus hatten wir einen Blick über das ganze Tal des Tidal Rivers und die Küste, danach ging es zum , Norman Beach, Squeaky Beach, Picnic Bay und Whisky Bay bevor es wieder Richtung Unterkunft nähe Yanakie ging. Auf dem Rückweg wurde es von Minute zu Minute immer dunkler und dafür am Straßenrand umso voller. Die im spektakulärsten Nationalpark Victoria lebenden Tiere wie Kangaroos, Wallabys, Emus und Wombat wurden mit Einbruch der Dunkelheit so richtig schön aktiv und zeigten sich in voller Pracht. Da es eh schon dunkel war und wir keinen Zeitdruck hatten, fuhren wir extrem langsam zu unserer Unterkunft zurück und sahen auf dem Heimweg unzählig viele Tiere.

Tag 13:
Bitte anschnallen, Sonnenbrille auf und Musik an: nächster Halt – Lake Entrance.
Das Wetter hielt bis nach Ankunft durch und wir konnten vor Eintritt der Regenfront schön am Ninety Mile Beach spazieren und eine Muschel nach der anderen sammeln und rück zu den 5km Entrance Walk machen. Danach besuchten wir die Hafenregend, dort sieht man wohl regelmäßig Delphine und Seelöwen. Bei uns waren beide Tierarten schüchtern, dafür die Pelikane umso neugieriger. Im Anschluss gingen wir in das süße, kleine Muschelmuseum und redeten mit der Inhaberin des Museums bis der Regen so langsam nachgelassen hat.

Tag 14:
Der nächste Tag überraschte uns mit strahlenden Sonnenschein und somit fuhren wir voller Elan via Gipsy Point und Eden nach Tathra und im Anschluss zum Blue Pool nach Bermagui um unsere Unterkunft in Batemans Bay zu erreichen. Zwischendurch hielten wir immer wieder an und liefen einen Rainforest Walk, gingen in dem Blue Pool schwimmen, besuchten die Bockbrücke Trestle Bridge und freuten uns nach wie vor über jedes vorbeihüpfende Lebewesen. Parallel schrieb mir mein Kollege Tobias, dass wir nicht vergessen sollen am Pebbly Beach anzuhalten, denn dort sieht man Kangaroos am Strand. Allein die Straße zum Strand ist schon ein absolutes Highlight und somit stieg die Vorfreunde bei uns mit jeder Kurve bis wir am Parkplatz kurz vorm Pebbly Beach angekommen sind.

 

Tag 15,16 &17:
Am nächsten Morgen ging es für uns nach Huskisson auf eine Delfintour in Jervis Bay und danach zum strahlend weißen Sandstrand Hyams Beach, hier mussten wir uns wie zuvor in Stokes Bay auf Kangaroo Island erst einmal an den Strand setzen und tief durchatmen um realisieren, was wir für unfassbar eindrucksvolle und unvergessliche Situationen im 2/3 unserer Reise erlebten.
Uns führte das Navi über Kiama zum Leichtturm, zum bekannten Blowhole und Blue Pool nach Katoomba in den Blue Mountains.
Ehrlich gesagt, hätten wir gerne die Zeit angehalten zwar freuten wir uns wahnsinnig auf die Blue Mt. und auf unser Highlight Sydney am Ende der Reise aber genau das war der wunde Punkt, je näher wir Sydney kamen, desto bewusster wurde uns, dass sich unsere langersehnte Reise so langsam dem Ende naht.
Die Blue Mountains haben uns unglaublich gut gefallen, wir nahmen jede Wanderung mit, die wir auf der Karte finden konnten. Das Wetter war perfekt und die Sicht klar in das scheinbar endlose Tal und auf die Three Sisters. Dadurch, dass der Nationalpark so riesig ist, hatten wir nicht das Gefühl mit den Menschenmassen entlang der Trails zulaufen, sondern teilweise wirklich allein durch die Blue Mountains zu gehen. Unser Weg führte uns zu den Wentworth Falls und danach zu unserem Mietwagen, der uns nach Sydney fuhr.

Tag 18&19:
Nach unserer Ankunft in Sydney haben wir unseren Mietwagen „Mausigmann“ schweren Herzens abgegeben und ihm für die zuverlässige und schöne Fahrt gedankt. In Sydney selbst brauchten wir keinen Mietwagen, daher wollten wir uns die Parkkosten sparen.
Unser Hotel lag zentral, sodass wir die Umgebung Fußläufig oder mit dem Bus erkundigen konnten. Im Vergleich zu Adelaide und Melbourne haben wir gemerkt, dass uns Sydney sogar noch einen Tick besser gefallen hat. Zufälligerweise haben wir vor Ort eine Freundin getroffen und zu dritt Sydney unsicher gemacht. Mit der Fähre sind wir zum Hafen von Manly gefahren und danach entlang der Promenade zum Manly Beach gelaufen.
In Sydney selbst hatten wir knapp 3 Tage „Zeit“, also wurde die Karte von Sydney auf den Tisch gelegt und alle Orte eingekreist, die wir uns unbedingt angucken möchten um im Anschluss eine Route zu kreieren.
Mit der bezeichneten Karte in der Hand ging es durch den Hyde Park nach Darling Harbour, immer am Hafen entlang zum Barangaroo Reserve unter der Harbour Bridge, vorbei an The Rocks, Circular Quay, zum Sydney Opera House, durch den Royal Botanic Garden, zum Mrs. Macquaries Chair um danach mit glühenden Fußen unseren letzten Abend in einer Bar zu verbringen.

Tag 20:
Der krönende Abschluss war unser Bridge Climb auf der Sydney Harbour Bridge. Am höchsten Punkt der Brücke mit 134 m Höhe wurden wir mit einem fantastischen Blick über Sydney belohnt. Danach wurde das Supermarktregal der Tim Tams leergeräumt, die Koffer gepackt und der Transfer zum Flughafen bestellt.

Mein Fazit:
Ich bin infiziert und im „Aussiefieber“. Australien hat mich ohne Frage gepackt und ich bin neugierig was der siebte Kontinent noch zu Schönes zu bieten hat. Zwar war ich drei Wochen unterwegs und habe unheimlich viel gesehen und erlebt, aber wenn ich die Route auf der Landkarte zurück zoomen würde, dann würde sichtbar werden wie viel es noch zu entdecken gilt.

Cheers!