Kunming Westberge YunnanKunming

Kunming (etwa 2 Mio. Einwohner) ist die Provinzhauptstadt Yunnans und liegt in 2.000 Metern Höhe auf einem Plateau, das auf drei Seiten von Bergen umgeben ist. Diese geografische Lage sorgt für ein ganzjährig mildes Klima und trug Kunming den Beinamen „Stadt des Ewigen Frühlings“ein.

Besuchen Sie den Vogelmarkt und die “Ost-West Pagode“ aus der Tang-Dynastie und machen Sie einen Ausflug zu den Westbergen. Von hier aus genießen Sie einen herrlichen Blick über Kunming und den Dian-See (Dianchi). Besuchenen Sie das Drachentor und den Huating-Tempel aus dem 11. Jahrhundert. Auf der Rückfahrt zur Stadt sollten Sie den versteckt gelegenen „Bambus-Tempel“, der mit über 500 lebensgroßen Lehmfiguren von früheren Mönchen („Arhats“ oder „Luohan“) überrascht, besuchen.

ShilinShilin (Steinwald)

Der „Steinwald“ Shilin ist eine der bekanntesten und populärsten Sehenswürdigkeiten in ganz Yunnan und China. Das Landschaftsgebiet Shilin liegt im Autonomen Kreis der Yi-Nationalität und die Gegend mit ihren bizarren Karstformationen ist weltbekannt.

Das Naturwunder entstand vor etwa 200 Millionen Jahren durch Wind- und Wasser-Erosion. 100 Felsen ragen wie ein schwarzer Wald mit steilen Gipfeln und unregelmäßigen Formen beeindruckend in die Höhe. Der etwa 2 Kilometer lange Hauptweg führt durch die dichtesten Felsformationen, die natürlich in China alle einen Namen tragen oder mit einer Geschichte verknüpft sind. Auf jeden Fall ist Fantasie gefragt, um das Kamel, den Drachen oder das Liebespaar in den einzelnen Steinformationen zu erkennen.

Machen Sie einen Abstecher zum „Goldtempel-Park“, der sich 7 Kilometer nordöstlich von Kunming am Berg Mingfeng befindet. Der „Goldene Tempel“ ist 6,70 Meter hoch, knapp 8 Meterbreit und aus… Bronze. Davon wurden allerdings 250 Tonnen gegossen, so dass die größte bronzene Halle Chinas entstand

Pagodentempel DaliDali

Dali liegt am Westufer des Erhai-Sees in der Region Yunnan und zu Füßen des bis zu 4.000 Meter hohen Cang-Gebirgszuges. Im 9. Jahrhundert war Dali die Hauptstadt des riesigen Nanzhao-Königreiches. 400 Jahre später wurde die Stadt von den Mongolen überrannt. Die Gegend um Dali wird vorwiegend von der ethnischen Gruppe der Bai bewohnt, welche bis heute für ihr besonderes handwerkliches Geschick bekannt sind. Besuchen Sie den gut erhaltenen „Drei-Pagoden-Tempel“ San Ta Si aus dem 9. Jahrhundert.

ShaxiShaxi

Vor über 1.000 Jahren wurden auf der „Tee-und-Pferde-Route“ im Shaxi-Tal Waren zwischen Tibet und China transportiert. Hauptsächlich waren das tibetische Pferde, die gegen Tee aus Yunnan getauscht wurden.

Shaxi war eine wichtige und wohlhabende Handelsstation der Route. In den 1990-er Jahren wurde Shaxis Dorf Sideng mit Hilfe aus der Schweiz liebevoll restauriert. Unternehmen Sie einen Ausflug zum nahe gelegenen Shibao-Berg. Bei einer rund zweistündigen Wanderung entlang der ehemaligen „Tee-und-Pferde-Route“ gelangen Sie dort hin. Am Shibao-Berg sollten Sie die zahlreichen Tempel und Pavillons aus verschiedenen Dynastien erkunden, um die über 1.300 Jahre alten Felszeichnungen zu sehen. Diese Zeichnungen sind Zeugnisse aus einer Zeit, da sich der Mahayana Buddismus – von Tibet kommend – in Yunnan auszubreiten begann.

LijangLijiang

Lijiang beeindruckt bei einem Stadtrundgang durch die von zahllosen engen Gassen und Kanälen durchzogene Altstadt. Bei dieser Gelegenheit können Sie viel über die Besonderheiten und Geheimnisse der mystischen Naxi-Kultur erfahren. 1996 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, wurde Lijiang nach dem Wiederaufbau in Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Knapp 10 km nördlich von Lijiang befindet sich Baisha, einst Hauptstadt eines unabhängigen Naxi-Königreiches. Baisha war eine der frühesten Ansiedlungen im Gebiet Lijiang und ist heute ein ruhiges Dorf in dem Sie noch viele Naxi in ihren traditionellen Trachten sehen können. Besuchen Sie den Liuli-Tempel, wo es im Dabaoji-Palast gut erhaltene Fresken aus der Ming-Dynastie zu bewundern gibt. Anschließend sollten Sie den romantischen Park „Am Teich des Schwarzen Drachens“ nördlich des Stadtzentrums von Lijiang besuchen. Mitten im See „Jadequelle“ erhebt sich hier der Deyue-Pavillon, der bei guter Sicht zusammen mit der Bergkulisse des „Schneegebirges des Jadedrachens“ eines der bekanntesten Fotomotive Lijiangs abgibt.

Shigu & Weixi

Von Lijiang führt eine Strecke durch abwechslungsreiche Landschaft hinunter ins Yangzi-Tal. Sie können dem Tal nach Shigu („Steintrommel“) folgen, wo der Yangzi (in dieser Region noch Jinshajiang – „Jinsha-Fluss“) von Norden kommend eine Biegung von 180 Grad vollzieht und wieder gen Norden in Richtung „Tigersprungschlucht“ fließt. Weiter geht es durch eine touristisch noch kaum erschlossene Region über die Wasserscheide des Hengduan-Gebirges in das Tal des Mekong (Lancangjiang).

Unweit von Weixi befindet sich das versteckte Gagyu-Kloster Khampu Shou Guo Si, welches sich hoch über dem Mekong-Tal befindet. Im idyllischen Dorf Cizhong haben französische und schweizer Missionare vor 150 Jahren eine Kirche erbaut, die noch heute von der christlichen Gemeinde genutzt und unterhalten wird. Gleich hinter Cizhong windet sich die Straße hinaus aus dem Mekong-Tal bis auf eine Höhe von 3.000 Metern. Der Ausblick auf den heiligen Berg Kawa Karpo (mit 6.740 Metern höchster Berg Yunnans) sowie das gesamte Mekong-Tal ist überwältigend und einer der Höhepunkte einer Reise durch diese Region!

GletscherDeqin

Der Mingyong-Gletscher zieht sich elegant über 12 Kilometer an den Flanken des Kawa Karpo talwärts entlang und ist der südlichste Gletscher Chinas. Bemerkenswert ist, dass sich der Gletscher in dieser geografischen Lage bis in Höhen von „nur“ rund 2.600 Meter hinabzieht. Nach einer etwa 90-minütigen leichten Wanderung entlang des Gletschers erreichen Sie den Taizi-Tempel.

Zhongdian

Zhongdian – heute trägt Zhongdian offiziell den Namen Shangri-La – liegt auf 3.200 Metern Höhe inmitten einer zauberhaften Landschaft nur wenige Kilometer außerhalb Tibets. Die ethnische und kulturelle Vielfalt der Region verleiht Zhongdian einen ganz besonderen Charme. Besuchen Sie das sehenswerte Ganden Sum-tseling (chinesisch: Songzanlin), ein 300 Jahre altes Kloster, das historisch und religiös bedeutsam ist, da es im 17. Jahrhundert vom 5. Dalai Lama persönlich eingeweiht wurde. Während der Kulturrevolution zerstört, gehört es inzwischen wieder zu den größten und einflussreichsten Klöstern der Region.

„Tigersprungschlucht“

In der imposanten „Tigersprungschlucht“ (Hu Tiao Xia) in Yunnan werden die Wassermassen des Yangzi mit lautem Getöse durch eine – an manchen Stellen nur 10 Meter breite – Schlucht gepresst.. Der Legende nach soll hier vor langer Zeit ein Tiger die Schlucht übersprungen haben, um seinen Jägern zu entkommen. Bei einer etwa zweistündigen Wanderung können Sie hinunter in die Schlucht steigen, in der das eindrucksvolle Naturschauspiel noch imposanter erscheint.