HimalayaDie Himalaya-Region besticht durch ihre einzigartigen Landschaften – die atemberaubenden Berge, verschneiten Gipfel, klaren Seen, rauschenden Bäche und tiefen Täler. Zugleich kann der Reisende in entlegenen Klöstern und Tempeln die im Hochgebirge vorherrschende Religion, den Buddhismus, näher kennen lernen. Nicht zuletzt ist die Begegnung mit den freundlichen, aufgeschlossenen Menschen im Hochgebirge des Himalaya eindrucksvoll.

Dharamsala

Der auf knapp 1.400 Meter Höhe gelegene Ort wurde durch den Dalai Lama bekannt, der ihn 1960 als Exil gewählt hat. Die Enklave McLeod Ganj, höher gelegen als Dharamsala, hat sich auch einen Namen als Zentrum für tibetische Studien und für tibetische Handarbeit gemacht.

Im Tibetischen Museum werden Sie eingehend mit der Geschichte Tibets und den Bräuchen der Tibeter vertraut gemacht. Nördlich von Dharamsala befindet sich inmitten grüner Felder des Kangra-Tals das Norbu-lingka-Institut, das sich ganz der Bewahrung der tibetischen Literatur und Kunst verschrieben hat. Erfahrene tibetische Lehrer bilden hier ihre Schüler in Fächern wie Thangka-Malerei, Holzschnitzerei, Schneiderei oder Teppichweberei aus.

Palampur

Eine faszinierende Landschaft des Himalaya erlebt der Besucher in und um Palampur im Kangra-Tal. Das Bergstädtchen liegt inmitten von grünen Teeplantagen, die im 19. Jahrhundert unter der britischen Kolonialherrschaft angelegt wurden – Kangra-Tee aus Palampur ist Teeliebhabern in aller Welt ein Begriff. Palampur wird malerisch umrahmt von den Fünftausendern der Dhauladar-Bergkette.

Manali

Manali schmiegt sich malerisch am nördlichen Ende des Kullu-Tals an das Ufer des Flusses Beas. Manali heißt wörtlich “Heimat des Manu“. Manu ist ein Hinduweiser, der während einer großen Flut ein Boot vor dem sicheren Untergang gerettet hat. Der Sage nach erschuf Manu an dieser Stelle neues menschliches Leben. Manali ist bekannt für seine Apfelplantagen und Tempel aus Holz, wie den Dhoongri-Tempel aus dem Jahre 1533. Der Tempel, der Göttin Hadimba geweiht, befindet sich inmitten eines Zedernwaldes. In Zeiten von Unglücken beten die Ortsansässigen zur “Großmutter” Hadimba. Sie wird verehrt, weil sie den Vorfahren der Rajas von Kullu das gleichnamige Königreich übergeben und hier einen Fußabdruck hinterlassen haben soll.

Leh

Das Kloster Shey befindet sich in den Ruinen der gleichnamigen ehemaligen Hauptstadt Ladakhs. Attraktionen des Klosters sind eine riesige Statue des Shakyamuni-Buddha sowie wertvolle Wandmalereien. Das Kloster Tikse ist wohl das meistfotografierte Gompa in Ladakh. Das architektonisch beeindruckende Kloster des Gelbmützenordens klebt wie ein Bienenstock am Berg. Von seiner Dachterrasse hat man einen fantastischen Blick auf das Tal des Indus. Das berühmte Kloster Hemis ist eine der der bedeutendsten, reichsten und größten Klosteranlage Ladakhs. Hier leben – je nach Jahreszeit – bis zu 500 Mönche. Das jährlich im Sommer gefeierte Hemis-Fest zieht Pilger aus der ganzen Welt an.

Die Spituk Gompa, oberhalb einer Oase, 8 km von Leh entfernt, ist das zentrale Kloster des Gelbmützenordens. Alte Masken, antike Waffen und viele Thangkas sind hier zu besichtigen. Weiter oben liegt der Mahakal-Tempel, der den Schrein von Vajrabhairava beherbergt.

Das Kloster Traktok der Nymgmapa-Schule, das sich über dem Dorf Sakti befindet, wurde auf einer Höhe von über 4.000 Metern errichtet und ist damit das höchstgelegene Kloster von Ladakh.