Der Eingang zur Felsenstadt Petra liegt im Wadi Massa. Von hier kann die Felsenstadt sowohl am Tag als auch bei Nacht besucht werden. Der Eintritt liegt bei 50 JD (Stand Juli 2014) und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sie zählt zu den 7 Weltwundern der Neuzeit und schon der Weg zum Schatzhaus ist wunderschön. Man läuft zunächst über einen staubigen und sonnigen Weg. Nach ca. 2 km erreicht man die Sandsteinfelsen und läuft zwischen den schattenspendenden Riesen immer tiefer in Schlucht.

Die Felsformationen neben und über einem leuchten in verschiedenen Rot- und Gelbtönen. Entlang des Weges befinden sich immer wieder, in die Felswand gemeißelte Gebilde, wie die Kamelkarawane. Diese ist allerdings von Wind und Wasser abgetragen worden und nur noch kaum zu erkennen. Der Blick nach oben bietet unwirkliche Felsgebilde und einen strahlend blauen Himmel.

Schatzkammer in Petra

Wenn man das Ende erreicht hat, schaut man direkt auf das majestätische Schatzhaus. Auch hier haben die Römer ihre Spuren hinterlassen, das verrät ein Amphitheater und Tempel am Ende der Schlucht. Als wichtiges Handelszentrum erlebte Petra ihre Blütezeit. Nachdem die Römer eine neue Handelsroute einschlugen, kam gleichzeitig der Niedergang der Stadt und die Kreuzzüge erledigten ihr übriges. Um 1800 wussten nur noch wenige Gelehrte von eine geheimnisvollen Stadt die aus dem Felsen gehauen wurde.

Nachdem die Stadt wiederentdeckt wurde, begann man sofort mit den Ausgrabungen und ebenfalls mit der touristischen Erschließung der Ruinenstätte. Heute bietet diese Stadt einmalige Einblicke in die Zeit der Nabatäer und man kann zu Fuß oder bequem auf dem Rücken eines Esels oder Dromedars die Felsenstadt erkunden.

Wadi Rum

Wadi Rum ist ein Gebiet im Süden des Landes und ist das größte Wadi Jordaniens. Wadi bedeutet so viel wie ausgetrockneter Flusslauf. Die Felswände bestehen aus Sandstein und Granit und je nach Eisenanteil strahlen sie in leuchtend Gelb oder Rot. Mit einer Jeep Safari kann man problemlos und bequem das Wadi erkunden. Auch auf Dromedaren kann man durch die Felsformationen schaukeln.

Es gibt viele Beduinen Camps, in denen man auch schlafen kann und abends unter glitzerndem Sternenhimmel und bei einem traditionellen Zarb den erlebnisreichen Wüstentag ausklingen lassen. Begleitet wird das Ganze von Livemusik und typischen Beduinengesängen. Entlang der Straße führt auch eine Bahngleise, welche nicht von herkömmlichen Zügen genutzt wird, sondern man kann sich dort überfallen lassen. Man fährt von einer Station zur anderen und unterwegs wird man von Räubern überfallen. Das Ganze ist natürlich nur inszeniert, bietet dennoch erschreckend echte Eindrücke.

Südwestlich von Wadi Rum befindet sich Aqaba. Die Stadt liegt am gleichnamigen Golf am Roten Meer und ist eine zollfreie Zone. Sie grenzt an das israelische Elat und vom Ufer kann man nach Ägypten schauen. Die Küste ist ca. 17 km lang und war ursprünglich Teil Saudi Arabiens. Man tauschte ein Stück Küste, gegen ein Stück Wüste und schon konnte Jordanien auch mit einer Baderegion locken.

Südlich von Aqaba befinden sich Taba Bay und die Grenze zu Saudi Arabien. Die Stadt hat einen eigenen Flughafen welcher regelmäßig von Amman angeflogen wird. Von Deutschland gibt es noch keine Direktverbindung nach Aqaba. Viele Hotels drängen sich entlang des schmalen Küstenstreifens und dahinter locken zahlreiche Geschäfte, Bars und Restaurants mit günstigen Angeboten.

Wer entspannt am Strand liegen will und danach etwas shoppen, der ist in Aqaba genau richtig. Der touristische Ort ist auch bei den Jordaniern sehr beliebt, welche die 4 stündige Fahrt aus Amman, am Wochenende gern auf sich nehmen. Man kann die Korallenriffe erkunden oder anderen wassersportlichen Aktivitäten nachgehen.