Die Insel ist so groß, dass sie eigentlich als eigenes Land an sich gelten kann. Mit 450 km Länge und 100 km Breite kann man ohne sich zu langweilen den Kanadaurlaub allein auf Vancouver Island verbringen. Früher hieß die Insel Quadra und wurde erst später nach George Vancouver benannt.

Foto von Vancouver Island

Während es im Westen der Insel oft und viel regnet, kann es im Süden bei Victoria nur ein Zehntel des üblichen Niederschlages geben. Da die Insel für kanadische Verhältnissee sehr mild ist, wächst die Natur üppig und im Überfluss, was im Laufe der Jahrtausende zu einem geschlossenen gemäßigten Regenwald Gebiet geführt hat.

 

Leider sind davon bereits große Gebiete abgeholzt und die Übrigen auch weiterhin von der Holzindustrie bedroht. Im Clayoquot Sound und in dem an der Westküste bei Tofino gelegenen Pacific Rim Nationalpark sind die riesigen Bäume noch in geschlossenen Beständen zu erleben.

Insbesondere der Pacific Rim Nationalpark ist ein fantastischer Ort um zu wandern. Der wilde Pazifik stößt direkt auf den Urwald und erschafft so ein wildromantische und rauhe Szenerie. Um die Insel herum gibt es neben ansässigen Populationen von Orcas (an der Ost wie Westküste) auch die Möglichkeit vorbeiziehende Grauwale und Buckelwale zu sehen. Von Tofino, Victoria, der Hauptstadt British Columbias, oder Port Hardy aus sind die besten Waltouren zu erleben.

Foto von Vancouver Island

Vancouver Island wird am Nordende in Port Hardy von der British Columbia Ferries Fährverbindungen ab Bella Coola oder auch ab Prince Rupert angelaufen. Vancouver ist mit Vancouver Island ab Nanaimo sowie ab Victoria mit den Fähren verbunden.

Eine der schönsten Ausflüge, die man neben reinen Bärenbeobachtungstouren auf Vancouver Island erleben kann, sind die Fahrten mit einem Zoodiac-Schnellboot auf der Strait of Georgia. Die Boote kommen fast ohne Tiefgang in jeden Winkel, mag er noch so schwer zugänglich sein, um die ganze Schönheit der Fjordlandschaften, Inselchen in den Meerarmen und Erhabenheit der Coastal Mountains zu erleben.

Die Touren starten z. B. ab Port Campbell. Der Zoodiac fliegt mit bis zu 80 km/h förmlich über das Wasser. Im Boot wird ein gut geschulter Skipper ständig die Augen nach Tieren aller Art aufhaben, sodass man bei jeder Gelegenheit auch nahezu ohne Bewegung absolut still über das Wasser treibt um plötzlich auftauchende Wale, dösende Robben, grasende Elche oder kreisende Seeadler zu studieren. Eine sehr eindrucksvolle Erfahrung.

Foto von Vancouver Island