Die Provinz Yukon wurde nach dem gleichnamigen legendenumwobenen Fluss Yukon benannt. Der Yukon wird im Süden von British Columbia und im Osten von den unendlichen Wäldern der North-West Territories begrenzt. Im Osten bildet der zur USA gehörende Bundesstaat Alaska die Grenze und im Norden nur das Eismeer in Richtung Nordpol.

In den Wäldern des Nordens

Da sich an der Ostgrenze des Landes bis hin zum Nordmeer die mächtigen Rockies erheben, die eine natürliche Wetterscheide bilden, wird das Land des Yukon von kontinentalem Subpolarklima geprägt.

Der zentrale Teil der Region bildet eine Hochebene mit einem Schnitt von ca. 800m über dem Meeresspiegel. Zum Osten hin geht das bergige Land in die von riesigen Wäldern und Sümpfen bedeckten Ebenen des subpolaren Waldgürtels über, der Taiga Kanadas.

Diese so urwüchsige wilde und raue Land ist in Bezug auf seine Geschichte auf das Engste mit seinem westlichen Nachbarn, dem Staat Alaska, verbunden.

Im Zuge des Verkaufs von Alaska an die USA begann die eigentliche Besiedelung der nordwestlichen Länder des amerikanischen Kontinents, die im Goldrausch von 1890 am berüchtigten Klondike Ihren Höhepunkt fand.

Vor den Europäern lebten und beherrschten die First Nations seit Tausenden von Jahren den Yukon. Als zahlenmäßig bedeutendeste Stämme sind dabei die nördlichen Cree und die Dene. (sprich Denai) zu nennen.

Als eine der größten Errungenschaften für diese Völker ist mit Sicherheit die Übergabe der Landesregierung in die Hände von Mitgliedern der First Nations zu nennen.

Insofern wurde hier ein mutiger Anfang gemacht um altes Unrecht wie Landraub und Vertreibung ein wenig zu kompensieren.

Der zweitgrößte Fluss Kanadas, der mächtige Yukon, prägt das Bild dieses Landes. Über unzählige Kilometer bahnt er sich seinen Weg von den Quellen bei Carcross bis hin zu seiner Mündung auf alaskanischen Boden in das große Eismeer.

Um diesen Fluss ranken sich Legenden ohne Ende.
Wer kennt nicht die Geschichten von Jack London und die Gedichte des Poeten Robert Service, die über den Fluss und das Land an seinen Ufern erzählten.

Es ist ein Land das polarisiert, im wahrsten Sinne des Wortes.

Entweder man lässt es und hat auf einer Reise eine interessante Erfahrung gemacht oder man erfährt eine tiefe Liebe zu Mutter Natur hier oben im Norden und kommt immer, immer wieder.

ReiseinfosReiseziele in dieser Region
Klima
Die Region hat lange und kalte Winter. Wobei im Oktober bis Januar viel Schnee fällt und ab Mitte Januar trockenes, frostiges, aber sonniges Wetter bis in den April vorherrscht.

Die Sommer sind trocken und heiß. Der Frühling startet richtig im Mai. Im Juni sind die meisten Mücken unterwegs. Durch die Lage im hohen Norden gibt es im Hochsommer fast bis zu 23 Stunden Tageslicht am Tag. Im Winter ist es an den kurzen Tagen nur 4 – 5 Stunden hell.