Blick von Oben

Zentralbotswana – Kgalagadi
Die Kgalagadi ist das größte zusammenhängende Sandgebiet der Erde, das sich über neun afrikanische Länder erstreckt. In Botswana weist die Kgalagadi zwei einzigartige geografische Regionen auf: die Makgadidadi Pans, die Forschungsergebnissen zufolge einmal einen riesigen prähistorischen See bildeteten, und das Feuchtgebiet des Okavangodeltas, des größten Binnendeltas der Welt.

Makgadikgadi

Makgadikgadi-Pans-Wildreservat

Stellen Sie sich doch einmal vor – eine Fläche, so groß wie Portugal, weitestgehend unbewohnt vom Menschen. Die kahle, flache Landschaft, die keine besonderen Auffälligkeiten aufweist, scheint unendlich zu sein, sie reicht bis an den milchig blauen Horizont und verschmilzt mit ihm – das Makgadigadi-Becken, eine der größten Salzpfannen der Erde.

Während des größten Teils des Jahres ist diese weite Landschaft extrem trocken, wenn jedoch mit der Regenzeit das Wasser kommt, weiden Zebras und Gnus auf den grasbedeckten Ebenen. Besonders beeindruckend sind die Flamingos in den Sowa- und Nata-Schutzgebieten. Die Zahl der dort weilenden Flamingos kann sich auf Zehntausende oder gar Hunderttausende belaufen – ein solcher Anblick zieht jeden Besucher voll und ganz in seinen Bann!

Okavango Delta

Okavango Delta

Als eines der am meisten geschätzten Wildgebiete weltweit lädt das Okavango Delta zu einer traumhaften Entdeckungsreise durch ein ursprüngliches Stück Afrika ein, die aufregende Momente bei der Großwildbeobachtung ebenso erwarten lässt wie die erhabene Ruhe einer unverfälschten Deltalandschaft und stimmungsvolle Szenen von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit.

Eine Reise in das Okavango Delta, in das noch unversehrte Innere des Kontinents ist eine Erfahrung ohnegleichen. Der Weg vom Feuchtgebiet in die Trockensavanne führt quer durch die sich dahinschlängelnden, von Palmen und Papyrus gesäumten Wasserläufe und vorbei an palmenbestandenen Inseln und dichten Wäldern mit üppiger Vegetation und reicher Fauna. Unübersehbar ist der Facettenreichtum dieses einzigartigen Ökosystems, des größten unberührten Binnendeltas der Erde.

Hippos im Moremi

Moremi Wildreservat

Wohl unbestritten zählt Moremi zu den schönsten Schutzgebieten Afrikas, ja möglicherweise der ganzen Erde. Es liegt im mittleren und östlichen Teil des Okavango Deltas und umfasst die Moremi-Landzunge und Chief´s Island, womit es über eines der reichsten und vielfältigsten Ökosysteme der Welt verfügt. Für die Wild- und Vogelbeobachtung ist dieses Gebiet wie geschaffen, denn dort trifft man auf alle in der Region vorkommenden Arten von Pflanzen- und Fleischfressern sowie auf über 400 Vogelarten, darunter zahlreiche Zugvögel und einige gefährdete Spezies. In jüngster Zeit wurden sowohl das Breitmaul- als auch das Spitzmaulnashorn dort wiedereingebürgert, womit das Reservat zum Lebensraum der „Big Five“ avanciert ist.

Zebras

Linyanti, Selina und Kwando

Im äußersten Norden Botswanas, in unmittelbarer Nähe des Caprivi Zipfels, befinden sich drei der schönsten, wildesten und entlegensten Reiseziele, die das Land zu bieten hat. Eingebettet zwischen dem Chobe Nationalpark im Osten und dem Okavango Delta im Süden, bieten die ausgedehnten Konzessionsgebiete Kwando, Selinda und Linyanti ausgezeichnete Möglichkeiten zur Wildbeobachtung sowie ein Landschaftsbild, das dem Okavango an Schönheit kaum nachsteht.

Tsodilo Hills

Die Tsodilo Hills, die einsam aus der endlosen Weite der Kalahari emporragen und deren Felswände in der untergehenden Sonne die Farbe von Kupfer annehmen, üben eine fast magische Anziehungskraft aus. Die spirituelle Aura, die fraglos diese Hügel umgibt, schlägt den Besucher sofort in ihren Bann. Die Erkundung der drei Haupthügel – die als Mann, Frau und Kind bezeichnet werden – ist eine Reise in die Vorzeit. Nach Meinung der Archäologen, die diesen Ort seit 30 Jahren erforschen, ist Tsodilo seit 100.000 Jahren bewohnt und damit eine der ältesten historischen Stätten überhaupt. Dort gefundene Tongefäße, Eisenobjekte, Glas- und Muschelperlen sowie aus Knochen und Stein geschnitzte Werkzeuge sind 90.000 Jahre alt.

Elefanten im Chobe NP

Chobe Nationalpark

Beim ersten Blick auf den Chobe Fluss, der wie ein gleißendes Band die Landschaft durchzieht, verschlägt es dem Besucher den Atem, ganz gleich, ob er per Flugzeug oder mit dem Fahrzeug anreist. Der fraglos zu den schönsten Flüssen zählende Chobe ist Lebensraum für eine Flora und Fauna, die in solcher Mannigfaltigkeit und Häufung nirgendwo sonst im Land anzutreffen ist. Hier kann man insbesondere während der trockenen Wintermonate bei einer Pirschfahrt Hunderte von Elefanten, Giraffen, Antilopen, Affen und Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Hyänen und Schakale beobachten.