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Traumfänger on Tour – Ostküste Australien mit dem Camper

Australien-

Camper-Highlights entlang der Ostküste

Besser kann man sich auf Land und Leute in Australien nicht einlassen. Ungezwungen und flexibel mit dem Camper unterwegs an der Ostküste.

Sydney im australischen Winter

Australien kann man das ganze Jahr bereisen und Sydney bietet zu jeder Jahreszeit besondere Highlights. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein vom Bondi Beach zum Bronte Beach entlang der Steilküste spaziert. Immer mit Blick auf den Ozean, in dem zu der Zeit die Wale nach Norden in die wärmeren Gewässer ziehen. Perfekt Whale Watching, ohne seekrank zu werden.

Flug nach Brisbane und Camper Übernahme

Ein kurzer Flug brachte uns in den wärmeren Norden nach Brisbane. Hier sind wir mit dem Taxi zum Depot vom Vermieter gefahren und haben schnell und unkompliziert unseren Allrad-Camper übernommen. Am ersten Tag sollten keine größeren Strecken geplant werden. Man lernt das Fahrzeug erstmal kennen. Muss sich an den Linksverkehr gewöhnen, und auch mit dem Scheibenwischer blinken gehört dazu. Danach geht es zum Supermarkt und man stattet sich und das Fahrzeug für die Reise aus. Für uns ging es dann noch in die Stadt. Besonderer Tipp, um nicht mit dem Camper in die Innenstadt zu müssen. Man parkt außerhalb an einem der Fährhäfen und fährt für 50 Cent mit der Fähre in die Stadt. Das spart Parkkosten und Nerven.

 

Vorbei an den Glass House Mountains ging es an die Sunshine Coast nach Noosa. Schöne Strände und Buchten laden hier zum Baden oder Surfen ein. Etwas nördlich und auf einer Halbinsel gelegen war unser Campingplatz. Direkt am Meer und im wahrsten Sinne Kängurus zum Frühstück.

 

Durch den Great Sandy National Park ging es mit unserem Allrad-Camper über den Cooloola Way bis Rainbow Beach. Der Ausgangspunkt, um eine Tour nach Fraser Island zu machen. Von der Tin Can Bay aus kann man, ähnlich wie in Monkey Mia an der Westküste, wilde Delfine füttern.

Im Anschluss ging es weiter bis nach Bundaberg. Die bekannte Rum-Destille besuchen. Aber auch das Städtchen an sich war einen kleinen Bummel wert, bevor es weiter nördlich an den Strand von Agnes Water ging. Im australischen Winter ist das Wasser hier dennoch sehr „erfrischend“. Direkt im Park am Strand gab es Grillstationen, die wie überall in Australien zu einem kostenfreien BBQ einluden. Das Grillgut muss man natürlich selbst mitbringen, und so grillen wir ein paar Würstchen unter den wachsamen Blicken der lokalen, geflügelten Strandpatrouille.

 

Gestärkt und erfrischt lässt es sich viel besser per App nach den umliegenden Campingmöglichkeiten suchen. Wie so oft, fanden wir auch hier, etwas weiter außerhalb, ein geeignetes Plätzchen, für eine weitere Nacht unter Millionen funkelnder Sterne.

Das Outback und Carnarvon National Park

Der Plan für die nächsten Tage war, ins australische Outback zu fahren und den Blackdown Tableland National Park zu besuchen. Doch dieser war leider für Straßenreparaturen gesperrt und so musste eine Alternative her. Da kam uns der etwas weiter südwestlich gelegene Carnarvon National Park gerade recht. Der Park ist riesig und bietet für jeden etwas. Billabongs zum Baden, Felsmalereien, Allradstrecken, Wanderwege und jede Menge Tiere. Mit etwas Glück kann man hier auch Schnabeltiere sehen.

 

Vorbei an Kohleminen und Baumwollplantagen zurück an die Küste nach Mackay.  Nachdem wir einmal Seeluft geschnuppert und durch die Mangroven spaziert waren, war das nächste Tagesziel schnell bestimmt. Der Eungella National Park ist der Tipp, um an der Ostküste in Australien Schnabeltiere in der Natur zu sehen. Der Weg die steilen Serpentinen hinauf ist nicht ganz ohne und es empfiehlt sich, den Stellplatz vorzubuchen. Doch wir wurden belohnt und konnten als Highlight gleich drei Schnabeltiere beobachten. Besonders zur Dämmerung ist die Chance am größten. Aber auch in Finch Hatton kann man Glück haben und spart sich die steile Bergstraße.

Airlie Beach und die Whitsunday Islands

Zurück an der Küste ist der nächste „Geheimtipp“ Cape Hillborough mit den zahlreichen Kängurus am Strand als Highlight. Das ist lange kein Geheimtipp mehr und daher weniger zu empfehlen. Die Fahrt ging also weiter bis nach Airlie Beach. Auch die Whitsunday Islands sind lange kein Geheimtipp mehr, aber dennoch sehr sehenswert. Besonders der Whitehaven Beach oder mit einem Rundflug auch das berühmte Heart Reef sind die Highlights der Ostküste. Hier sollte man den Stellplatz auch bereits einige Tage vorher gebucht haben. Da ich die Tour bereits mal per Segelboot gemacht hatte, wollte ich diesmal etwas mehr Action, und so sind wir per Speedboot zu den Whitsunday Islands. Das Wetter hätte besser sein können, aber der Spaß war trotzdem groß. Die Touren beinhalten auch das Schnorcheln am Great Barrier Reef und Mittagessen, was man vor den hungrigen Möwen verteidigen muss.

 

Auch wenn Airlie Beach und die Whitsunday Islands sehr touristisch sind, gehören die bei einer Reise entlang der Ostküste Australiens einfach dazu. Nur wenige Kilometer nördlich liegt Bowen. Und die Strände hier erinnern etwas an die Seychellen. Hier ist auch weniger los und ein Funfact. Hier befindet sich auch Australiens Raketenstartrampe Gilmore Space Technologies, wo nur wenige Tage nachdem wir dort waren, der erste Raketenstart überhaupt stattfand.

Magnetic Island

Für den nächsten Tag hatten wir das nächste Highlight, Magnetic Island, auf dem Plan.

Das Parken kostet 10 Dollar für den Tag direkt am Sealink Ferry Pier, die Fahrt 42 AUD pro Person und die Tageskarte auf der Insel für den Bus 1 AUD. Damit kann man sich sehr gut auf der ganzen Insel bewegen und spart sich die teure Überfahrt für das Auto. Der besondere Tipp ist, mit dem Bus vom Hafen direkt bis zum Forts Walking Track zu fahren und nach wilden Koalas Ausschau zu halten. Wenn man einen entdeckt, markiert man die Stelle mit einem Pfeil aus Ästen, um nachfolgenden Tierfilmern auch die Chance zu geben. Ein uns entgegenkommender Australier versorgte uns dann mit dem nötigen Geheimtipp. Dank eines vergangenen Wirbelsturms war die Zufahrt zu einem der schönsten Strände der Insel, der Radical Bay, versperrt, und man konnte diesen nun nur noch per Boot oder zu Fuß erreichen. Als wir in der Bucht ankamen, waren wir allein dort. Ein Traumstrand nur für uns. Mit dem Bus ging es von Horseshoe Bay nach Arcadia. Hier sind die süßen Rock-Wallabys das Highlight. Kurze Erfrischung im Meer in der Alma Bay und weiter per Bus in den Süden der Insel. Auch hier konnten wir am Wegesrand nochmal einen schläfrigen Koala im Eukalyptus erspähen. Am Nachmittag ging ein großartiger Tag auf Magnetic Island zu Ende und für uns ging es wieder nach Townsville auf das australische Festland.

Der tropische Norden Australiens

In Queensland kann es sein, dass man die kostenfreien Stellplätze teilweise vorab online reservieren muss. Nur dann darf man auch dort übernachten. Wir hatten in der Nähe des Blue Water Creek solch eine kostenfreie Rest Area reserviert. Das ist ein wichtiger Tipp für Camper, denn man riskiert sonst empfindliche Strafen. Gleich am nächsten Morgen sind wir in den Paluma Range National Park gefahren. Die Crystal Creeks machen ihrem Namen alle Ehre und sind noch echte Geheimtipps. In kristallklare Wasserlöcher und Flüsse kann man hier springen, umgeben von dieser großartigen australischen Vegetation.

 

Weiter geht es im tropischen Norden von Queensland, vorbei an unendlichen Bananenplantagen und Zuckerrohrfeldern, in die Atherton Tablelands. Die Landschaft wechselt zu Alpenpanorama und links und rechts grasen schwarz-weiß gefleckte Kühe im saftig grünen Gras. Auch hier gibt es jede Menge Wasserfälle und Seen, die zum Baden einladen. Die Millaa Falls dienten z.B. schon mal als Kulisse für einen auch bei uns bekannten Werbespot für Shampoo.

Etwas nördlich verändert sich die Vegetation wieder und man befindet sich im Obstgarten Australiens. In Mareeba bekommt man auch lokal produzierten australischen Kaffee.

Wir sind dann wieder Richtung Port Douglas an die Küste gefahren. Hier war es angenehm warm und am Wonga Beach hatten wir uns einen Stellplatz reserviert. In der ganzen Umgebung von Cairns und Port Douglas gibt es so gut wie keine kostenfreien Rest Areas. Am nächsten Tag ging es durch den Daintree National Park nach Cape Tribulation. Auch hier hatten wir erneut Glück und so zeigten sich gleich drei Helmkasuare.

 

Die Kasuare gibt es schon etwa 60 Mio. Jahre und einen Dinosaurier bekommt man nicht alle Tage gezeigt. Durch den Emmagen Creek sind wir dann auf den Bloomfield Track. Dieser ist ausschließlich mit vorheriger Genehmigung vom Vermieter zu befahren. Einige steile Teilstücke und Flussdurchquerungen erfordern ein Allradfahrzeug.

In Wujal hatten wir den nördlichsten Punkt dieser Reise erreicht und fuhren am folgenden Tag wieder über den Bloomfield Track bis nach Port Douglas. Unterwegs machten wir noch Halt, denn ich wollte bei Hook-A-Burra meinen eigenen Barramundi fangen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und so konnten wir entspannt in Port Douglas zu den Krokodilen ins Meer. Die Strände in Port Douglas werden dauerhaft überwacht, aber es ist nie ausgeschlossen, dass man nicht doch mal einem Krokodil im Meer begegnet.

 

Nun ist fast das Ende der Reise erreicht und via Palm Cove fuhren wir schließlich nach Cairns. Von unserem Campingplatz in der Stadt konnten wir problemlos mit dem Bus bis an die Esplanade fahren oder auch zum Highlight, der Lagune. Von dort starten auch die zahlreichen Ausflugsboote zum Great Barrier Reef.

Fazit: Bei Reisen durch abgelegene Regionen Australiens als Selbstfahrer ist es entscheidend, bei jeder Gelegenheit zu tanken und stets mit mindestens zwei Ersatzreifen sowie einer Reserve von mindestens 20, besser 40 Litern Kraftstoff, sowie genügend Trinkwasser unterwegs zu sein.

Für eine Tour wie diese empfehlen wir mindestens 4 Wochen Zeit zu nehmen.

Wenn Ihnen dieser kleine erste Eindruck gefallen hat, dann lassen Sie sich gern hier von uns beraten.